Das letzte Mal machte sie ihre Augen am Nachmittag auf. Sie blickte mich an, und als sie sah, dass ich lautlos weinte, schien sie bedrückt zu sein, als gäbe sie sich die Schuld dafür. Und noch einmal drückte sie meine Hand, und dann schloss sie ihre Augen wieder. Ich konnte beinahe spüren, wie ihre Gedanken durch Raum und Zeit rasten und nach einer letzten Kostbarkeit suchten, einem letzten schönen Moment, an dem sie sich festhalten könnten. [...]. Ein letztes großes Durcheinander von Gedanken und Gefühlen, wirre Furcht und Zuversicht, während es auch schon mit ihr davonflog, überraschend schnell und fremd und unendlich weit weg.

Vom Ende der Einsamkeit (Benedict Wells)

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Ich wollte nicht, dass dieser Tag begann. Ich wollte liegen bleiben und weiterschlafen, aber durch die weit geöffneten Fenster drangen in unser Schlafzimmer das Lachen der Gemüseverkäufer und das Rattern der Straßenbahn. Unsere Wohnung lag nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt. Hier, zwischen einer chinesischen Wäscherei und einem alternativen Jugendzentrum, lebten wir. Unsere Wohnung war heruntergekommen und baufällig, aber sie war günstig.

Der Russe ist einer, der Birken liebt (Olga Grjasnowa)