In der letzten Zeit der Einsamkeit, in der er sich, mit dem Gesicht zur Diwanlehne gekehrt, befand, jener Einsamkeit inmitten der reich bevölkerten Stadt und seiner zahlreichen Bekannten und Familienangehörigen - jener Einsamkeit, die nirgends, weder unter der Erde noch auf dem Meeresgrund hätte größer sein können - in der letzten Zeit dieser entsetzlichen Einsamkeit lebte Iwan Iljitsch bloß durch die Erinnerung an die Vergangenheit. Eines nach dem anderen erstanden vor ihm Bilder aus seiner Vergangenheit. Es fing stets beim nächstliegenden an und näherte sich immer mehr der entferntesten Zeit, der Kindheit zu.

Der Tod des Iwan Iljitsch (Leo Tolstoi)

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Ein Tag im Spätsommer am größten oberitalienischen See, dort, wo er sich nach Süden weitet, ein Garten mit Olivenbäumen. Endloses Tönen zweier Zikaden in der Stille über einem Ort mit steinernem Uhrturm und blassroten Schindeln, mit Zypressen wie Federkiele vor zittrigem Wasser; ein Haus in bevorzugter Lage. Auf der Terrasse ein Mann in dunkler Hose, barfuß, man sieht ihn kraftvoll einen Korken ziehen, man sieht ihn erst von hinten, dann von der Seite, vermutlich der Hausherr.

Bodo Kirchhoff - Der Prinzipal