Der Wellness-Bereich, dieser in die Seite des historistischen Monstrums getriebene Keil aus Glas, Granit, Stahl und Wasser, verzichtete auf das übliche Wohlfühl-Design und vermittelte mit minimalistischer Strenge meditative Ruhe. Er besaß zwei Pools, einen zum Schwimmen und ein siebenundreißig Grad warmes mit Natursole angereichertes Thermalbad. Es ragte um ein Drittel ins Freie hinaus und ließ von Spots angestrahlte Dampfschwaden in die kühle Regennacht steigen. Vier geometrische Wasserfälle sorgten für den suggestiven Geräuschpegel. 
Eine Treppe neben dem Thermalbad führte in ein Untergeschoß. Dort befanden sich die Räume für den römisch-irischen Zyklus. [...]. Alle Räumen waren aus exakt gefügten Quadern aus poliertem Granit gebaut, still und ernst wie Grabkammern.

Der Teufel von Mailand (Martin Suter)