Das letzte Mal machte sie ihre Augen am Nachmittag auf. Sie blickte mich an, und als sie sah, dass ich lautlos weinte, schien sie bedrückt zu sein, als gäbe sie sich die Schuld dafür. Und noch einmal drückte sie meine Hand, und dann schloss sie ihre Augen wieder. Ich konnte beinahe spüren, wie ihre Gedanken durch Raum und Zeit rasten und nach einer letzten Kostbarkeit suchten, einem letzten schönen Moment, an dem sie sich festhalten könnten. [...]. Ein letztes großes Durcheinander von Gedanken und Gefühlen, wirre Furcht und Zuversicht, während es auch schon mit ihr davonflog, überraschend schnell und fremd und unendlich weit weg.

Vom Ende der Einsamkeit (Benedict Wells)