Als Zarathustra dreißig Jahre alt war, verließ er seine Heimat und den See seiner Heimat und ging in das Gebirge. Hier genoss er seines Geistes und seiner Einsamkeit und wurde dessen zehn Jahre nicht müde. Endlich aber verwandelte sich sein Herz, - und eines Morgens stand er mit der Morgenröte auf, trat vor die Sonne hin und sprach zu ihr also: »Du großes Gestirn! Was wäre dein Glück, wenn du nicht die hättest, welchen du leuchtest! Zehn Jahres kamst du hier herauf zu meiner Höhle: du würdest deines Lichts und dieses Weges satt geworden sein, ohne mich, meinen Adler und meine Schlange. [...]. Segne den Becher, welcher überfließen will, dass das Wasser golden aus ihm fließe und überallhin den Abglanz deiner Wonne trage! Siehe! Dieser Becher will wieder leer werden, und Zarathustra will wieder Mensch werden.« - Also begann Zarathustras Untergang.

Also sprach Zarathustra (Friedrich Nietzsche)

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Ich schwimme. In all meinen Träumen schwimme ich. [...]. Ich muss den Rhythmus finden, das ruhige Wechselspiel der Schläge und den gleichförmigen Gang des Atems. Und es ist, als würde sogar das Wasser sich glätten, sobald ein Zug anfängt, dem anderen zu gleichen und mein Körper mit der kontrollierten Kraft der Einförmigkeit seine Bahnen durch das Fieberbecken zieht.

John von Düffel - Schwimmen